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19. August 2006

Digitales Video: Agenten Todd, Kula, Shafer,
Slocum, Reeves, Adams, Lanoie, Gross
Digitale Fotografie:
Agenten Nicholson, Pallas
Vor ein paar Jahren hatten wir schon
mal eine Mission, bei der wir in Läden manche Sachen einfach
wiederholten. Seitdem wollte ich schon immer mal etwas
ausprobieren, das „eingefroren“ oder einfach „verlangsamt
ist“. Wie würden Menschen reagieren, wenn Sie von Leuten
umgeben wären, die sich mit einer anderen Geschwindigkeit
bewegen oder sich gar nicht
bewegen? Ich entschied, dass das „Home Depot“ in
der 23ten Straße in Manhattan der perfekte Platz wäre, um
dies auszuprobieren. Dafür gab es zwei Gründe. 1) Die
Satzmelodie in "Slo-Mo Home Depot" klingt lustig. 2) Die
bloße Existenz eines „Home Depots“, ein riesiger
Laden, auf unserer kleinen Insel ist zum Brüllen. Es hat auch
geholfen, das der Laden im selben Block war, wie der “Best
Buy“, den wir früher dieses Jahr „einnahmen“.
An einem schönen Samstagnachmittag trafen sich ungefähr 225 Leute am Treffpunkt im „Madison Square Park“, ein kleiner Fußweg entfernt vom „Home Depot“.

Eine sehr verschiedene Gruppe von Leuten formte sich. Eine Familie fuhr extra von Connecticut hierher, um mitzumachen. Die Frau scherzte, ihr Mann sehe aus wie Tom Selleck. Sie waren die ersten, die am Treffpunkt ankamen.

Familie
Massari
Nachdem jeder eingetroffen war, enthüllte ich die
Missionsdetails. Wir würden unsere Uhren synchronisieren und
danach alle rüber um „Home Depot“ gehen und shoppen.
Um exakt 16:15 würden wir alle anfangen, in SlowMotion zu
shoppen. Wir würden das für 5 Minuten machen, und dann
einfach normal für 5 Minuten weitershoppen. Um genau 16:25
würden wir alle auf der Stelle „einfrieren“, und das
für ganze 5 Minuten. Wenn das auch vorbei ist, wird alles wieder
normal und wir verlassen letzten endlich den Laden.

„Alles
her gehört!“

Agenten
synchronisieren Uhren
Dieses „Home Depot“ hat ein Erdgeschoss, ein
Untergeschoss, einen Balkon und einen Kundenservice-Bereich. Ich
teilte die Gruppe anhand der Geburtsmonate und teilte jeder Gruppe
einen bestimmten Bereich zu, um zu veranlassen, das wir überall
im gesamten Geschäft waren. Ich teilte sie auch nach dem
Geburtsjahr: die mit geradem Geburtsjahr würden das „Home
Depot“ von der 6ten Allee betreten und verlassen, und die mit
ungeradem Geburtsjahr von der 5ten. Ich tat das, um und weniger wie
eine Parade aussehen zu lassen, und eher als zufällige
Passanten, die den Laden betraten und verließen..
Eine Sache, die einmalig bei dieser Mission ist, das Fotos relativ
wertlos sind. Man kann Bewegungen oder Nicht-Bewegungen nicht auf
einem Foto zeigen. Um trotzdem etwas für die Nachwelt zu haben,
mussten wir soviel Video wie möglich aufnehmen, ohne erwischt zu
werden. Wir haben in unserer „Best Buy“-Mission gelernt,
dass kommerzielle Geschäftsketten Sicherheitskameras haben, die
dich in der letzten Ecke noch aufnehmen, wohingegen kleinere Läden
sich überhaupt nicht darum kümmern. Wir hatten sechs
DV-Kameras und zwei Digitalkameras, versteckt in unauffälligen
Rucksäcken, Taschen usw.

Agent
Shafer's Kamera

Agent
Slocum richtet seine Kamera ein
Einige unserer Kameramänner
bedienten sich auch des tollen Services, der „Home
Depot“-Einkaufswägen. Manche hatten ihre Kamera über
und unter Artikeln in Einkaufswägen. Die Kameras waren sehr
unauffällig.

Viele Agenten trugen ihre Uhr innen am Handgelenk, um einfach
und diskret auf die Uhr zu schauen.

Ein
Agent bewegt sich in Slow Motion, während Agent Gross vom
Einkaufswagen hinter ihm filmt.
Eine Sache, auf die wir nicht vorbereitet waren, war, dass
manche Menschen wirklich sehr langsam einkaufen. Man musste manchmal
schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, wer zur Mission gehört
und wer nicht. Nur große Gesten wie das Nehmen eines Artikels
oder das Trinken aus einem Becher stachen hervor, da das wirklich
abnormal war.

Ein
Agent trinkt langsam, ein anderer liest langsam.
Die Mitarbeiter stellten langsam fest, dass etwas geschah. Sie
konnten vom Balkon auf das gesamte Erdgeschoss herunter sehen.


Ich leitete jeden dazu an, freundlich und fair zu sein, und
sich keinem in den Weg zu stellen. Es wäre sicher lustig, zu
sehen, wie jemand ganz langsam bezahlt, das wäre aber auch sehr
nervig für alle Personen hinter ihm. Wir blieben also alle von
den Kassen weg, und blockierten auch nicht die Ausgänge. Wenn
wir von einem Mitarbeiter oder Kunden angesprochen wurden,
antworteten wir in „Slow Motion-Sprache“ (also langsam
und tief), und ließen uns nicht davon überzeugen, dass
irgendetwas unnatürliches passierte.
Das Einfrieren war viel eindrucksvoller. In jedem Winkel und in jeder Ecke des Geschäfts waren eingefrorene Leute. Die meisten Agenten waren in recht normalen Positionen, aber manche fielen natürlich etwas (oder sehr) aus der Reihe.

Obwohl man es nicht erkennen kann: Jeder auf diesem Foto ist
eingefroren.

Unglaublicherweise, ungefähr 30 Sekunden bevor das
Einfrieren begann, begann das Home Depot durch die Lautsprecher
Jewel's 2001 Hit, „Standing Still“ zu spielen. Einige
Agenten kamen nach der Mission zu mir und fragten mich, wie ich es
geschafft hätte, diesen Song zum Spielen zu kriegen. Ich
wünschte zwar, wir wären clever genug, uns in die
Hinterräume des Home Depots zu schleichen und eine CD
einzulegen, aber in diesem Fall war es einfach ein passender Zufall.
Sofort als ich den Anfang hörte, rannte ich zu einem
Lautsprecher und begann, die Musik mit dem Mikrofon an meiner Kamera
aufzunehmen.
Um zu beweisen, dass wir alle langsamer als sonst waren, habe ich
einige Clips zusammen geschnitten, die 5mal so schnell wie normal
spielen. Wir agieren ganz normal, während der Rest der Welt
vorbeihuscht.
Die Angestelltenreaktion war wirklich unglaublich.
Typischerweise, wenn wir irgendwas in Läden machen, fangen die
unteren Mitarbeiter an zu lachen, während das Management sauer
wird. Die Meisten Mitarbeiter jedoch fingen an zu lachen, oder
dachten, sie wären verrückt, oder beides.

Eine
Gruppe Mitarbeiter versucht herauszufinden, was da läuft.

Eine
Kundin fragt mit einem Lächeln: „Was ist mit allen los?“

Julian
erzählt mir, was gerade passiert war.

Travis
zeigt, wie eine Person in Slow-Motion mit ihm spricht.

Mitarbeiter
zeigt die Pose eines „eingefrorenen“ Agenten.

Mitarbeiter,
enttäuscht, weil das alles in seiner Mittagspause passiert war.
Ich lief herum, um die Reaktionen
der Mitarbeiter und Kunden aufzunehmen. Ich nahm mit einer kleinen
Canon Digitalkamera auf, was mich natürlich noch unverdächtiger
machte, da ich keine große Videokamera in den Händen
hielt. Hier ist ein 2-Minuten-Clip von meiner Tour.
Es gab einen Mitarbeiter, der
unbeeindruckt blieb und partout nicht lachen wollte. Ein Kollege
bezeichnete ihn als „Spaßverderber.“
Nach der
Mission trafen wir uns alle nochmal im Park und intervieweten Agenten
über ihre Missionserfahrungen, die teilweise sehr interessant
waren.
ZUSÄTZLICHE RESSOURCEN:
Für die Berichte von vielen
Teilnehmern, lese die Kommentare a Ende dieser Seite. Mehr Fotos gibt
es von dieser Mission in Flickr.
Agent
Nicholson's Fotos (Ausschnitt)
Agent
Nicholson's Fotos (Komplett)
Agent
Pallas's Fotos
Letztendlich möchte ich Jewel für
ihre schöne und inspirierende Musik danke, die so viele von uns
berührt hat. Danke, Jewel!
Mission ausgeführt.